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Am schönsten ist Budapest im leuchtenden Rot der Morgendämmerung, wenn die Sonne langsam in Richtung Ebene Spa und wellnessDie Nummer 1 unter den Sehenswürdigkeiten von Budapest Die Kirche der königlichen HochzeitenDie reichste Sammlung ungarischer WeineEin besonderes Programm – Höhlentour in der HauptstadtDer schönste Park von Budapest ist eine InselDie an Thermalwasser reichste Hauptstadt der ErdePest – auf der Route des WeltkulturerbesDie erste Untergrundbahn des KontinentsDie größte Sammlung der bildenden KünsteDie beste Aussicht auf Buda und PestGerbeaudDie größte Kirche und die schwerste GlockeEiner der ältesten Tiergärten EuropasUngarns größte KircheMitteleuropas größter, mittelalterlicher WohnturmDas Lieblingsschloss von Königin ElisabethDas Dorf mit dem Europa-Nostra-PreisSehenswert: Formel–1Angel- und Wassersportparadies
Die Nummer 1 unter den Sehenswürdigkeiten von Budapest
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Anders als in anderen europäischen Hauptstädten steht die königliche Burg in Buda auf einem Berggipfel und zwar genauso, wie es den erwachsenen Reisenden aus früheren Märchen bekannt ist. Den Budaer Burgpalast kann man aus annähernd Nach dreimonatigem Ansturm konnte die annähernd 150 Jahre dauernde türkische Herrschaft beendet werden und es begann die dritte Phase des Burgbaus. Die Ruinen wurden beseitigt, die Keller aufgefüllt. Im Jahre 1714 hat man schließlich mit dem Bau der heutigen barocken Palastanlage begonnen, die im 19. Jahrhundert erweitert wurde. Der königliche Palast ist während des zweiten Weltkrieges ausgebrannt und das wertvolle Mobiliar sowie die zahlreichen Gemälde fielen den Flammen zum Opfer. Nach der Erneuerung des Gebäudes entstand daraus ein Kulturzentrum. Hier wurde auch die Ungarische Nationalgalerie untergebracht, in deren Räumlichkeiten im Rahmen ständiger Ausstellungen die Kunst des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks sowie Werke der berühmtesten ungarischen Maler präsentiert werden. Der Palastkomplex beherbergt auch das Budapester Historische Museum, das Museum der zeitgenössischen Kunst, die Ungarische Landesbibliothek und zwar die Széchényi-Bibliothek. Um den Palast und das Burgviertel zu erreichen, kann man auch die Standseilbahn (Sikló) benutzen, die das Donauufer mit dem Berg verbindet. Zeitgetreue Stationen und Wagen der Sikló strahlen auch heute noch die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts aus. Einmalige Sehenswürdigkeiten hinter den Toren von Buda Wenn die Budapester über die Burg sprechen, so denken Sie dabei nicht nur an den königlichen Palast, sondern auch an die auf dem Burgberg erbaute mittelalterliche Stadt, an die verwinkelten engen Gassen und Promenaden, die charmanten Plätze, wo sich ein herrlicher Ausblick bietet und wo man sich gerne aufhält. Einige der alten Häuser zieren gotische Fenster und Türrahmen. Es lohnt sich auch, einen Blick in die Höfe der Bauten oder auf die langen Torgänge zu werfen. Dort findet man häufig die einmaligen und für Buda typischen Sehenswürdigkeiten, nämlich die mittelalterlichen Sitznischen. Es ist zu vermuten, dass diese mit romanischen, gotischen und aus der Zeit der Renaissance stammenden steinernen Bögen verzierten Nischen mit ihren Sitzbänken damals dem Begleitpersonal der ins Haus kommenden Gäste als Warteplatz dienten. Die Kirche der königlichen Hochzeiten Eine der schönsten gotischen Kirchen des Landes steht unweit von der in Erinnerung an die Pest- Epidemie im Jahre 1709 Die reichste Sammlung ungarischer Weine
Die einzige Bastei, in der niemals Soldaten dienten Wenn wir am Abend von der Donau bis zur Burg spazieren, so erscheinen uns die im grellen Licht schneeweiß erstrahlenden Türme der Fischerbastei wie hohe Zuckerhüte. Zudem könnten die Besucher vermuten, dass sich hinter den Mauern eher Feen aufhalten, als kampfbereite Soldaten, welche die Stadt beschützen sollen, wie es eigentlich der Name Bastei besagt. Die Fischerbastei hatte niemals Schutzfunktionen zu erfüllen. Sie wurde vielmehr im Jahre 1905 als eine das Stadtbild prägende Aussichtsterrasse angelegt. Bei der Erbauung folgte man dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer, wodurch sie ihren Standort neben dem mittelalterlichen Fischmarkt erhielt. Sollten Sie sich fragen, was das mit einem Fischer zu tun hat, so müssen Sie wissen, dass es früher Aufgabe der Fischereizunft war, für den Schutz dieses Bereiches der Burg zu sorgen. Eine unterirdische Stadt der Labyrinthe Den Bewohnern der nördlichen und westlichen Hänge des Burgbergs könnte es durchaus passieren, dass sie plötzlich in ihrem Garten auf eine Höhle stoßen und dass in dieser sogar eine Quelle entspringt. Der mittlere und nördliche Teil des Burgbergs präsentiert sich durchlöchert, wie Emmentaler Käse. Die Ursache dieser Verformungen liegt in dem an die Oberfläche drückenden Thermalwasser. Die Menschen haben im Mittelalter die vorhandenen Löcher erweitert, wodurch unterirdisch eine wahrhaftige Stadt mit kilometerlangen Gangsystemen entstand. Während der Kriege dienten diese Gänge nicht nur als Versteck, sondern sie waren auch für geheime Umgruppierungen der Streitkräfte bestens geeignet. Ein besonderes Programm – Höhlentour in der Hauptstadt Auf Budapest treffen zahlreiche Bezeichnungen zu, so könnte man die Stadt unter anderem auch als Stadt der Höhlen beschreiben. Es ist geradezu einmalig auf der Erde, dass sich in unmittelbarer Nähe von mehrstöckigen Wohnhäusern ganz besondere Höhlen befinden. Eine davon ist die unter besonderem Schutz stehende Pálvölgyi-Höhle, welche für jedermann zugänglich ist. Sie gilt gleichzeitig als drittlängstes Tropfsteingebilde unter den zahlreichen Höhlen Ungarns. Auf der 500 Meter langen Tourroute erfolgen stündlich Gruppenführungen. Die erste feste Brücke zwischen Buda und Pest Die Kettenbrücke, Symbol von Budapest, war die erste ständige Brücke im ungarischen Abschnitt der Donau und die zweite im gesamten Flusslauf der Donau. Vor ihrer Errichtung wurden die Reisenden mit der Fähre befördert, da ja die wichtige Handelsroute durch den Strom unterbrochen wurde. Allerdings verband bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts eine Pontonbrücke die beiden Ufer. Im Winter konnte man damals zu Fuß bzw. mit der Pferdekutsche die zugefrorene Donau überqueren. Graf István Széchenyi – der legendäre Förderer der Entwicklung des Landes und der Stadt – hatte einmal während des unglaublich kalten Dezembers des Jahres 1820 eine ganze Woche lang warten müssen, bis er einen Schiffer fand, der genügend Mut besaß, um ihn zwischen den in Bewegung geratenen Eisschollen von der Pester Seite aus zum gegenüberliegenden Ufer nach Buda zu bringen. Seinerzeit soll er sogar bereit gewesen sein, ein Jahreseinkommen für den Bau einer stabilen Brücke zu opfern. Einen Plan hatte es schon früher gegeben! Dieser wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts angefertigt und basierte auf dem Muster der in Prag erbauten, auf mehreren Brückenpfeilern ruhenden Károly-Brücke. Später entschloss man sich jedoch, eine andere technische Lösung zu wählen. Graf Széchenyi hatte in England die von dem Ingenieur William Clark entworfene Kettenbrücke erstmals gesehen. Daraufhin beauftragte er ihn, die Planung der ersten ungarischen Brücke zu übernehmen. Die Ausführung hatte er einem Namensvetter, nämlich dem aus Schottland stammenden Bauingenieur Adam Clark übertragen. Die Kettenbrücke wurde am 20. November 1849 ihrer Bestimmung übergeben. Um ihren Weg in Richtung Westen fortsetzen zu können, waren die über die Brücke kommenden Menschen einige Jahre lang gezwungen, den gesamten Burgberg zu umgehen. Im Jahre 1853 wurde dann innerhalb von siebeneinhalb Monaten mittels Bohrarbeiten der Durchstich des Berges vollendet. Anschließend konnte man mit dem Bau des 350 Meter langen, zehn Meter breiten und hohen Tunnels beginnen. Darüber wurden einige nette Anekdoten erzählt, so z. B., dass man bei Regen die Kettenbrücke in den Tunnelschieben würde, damit sie nicht nass würde. ![]()
Der automatische Hammer für den Brückenbau im 19. Jahrhundert Dem Aberglauben nach sollten sich die Menschen während der Fahrt eines Schiffes durch die Brücke schnell etwas wünschen und dieser Wunsch würde dann auch in Erfüllung gehen. In Budapest können wir gar neun Wünsche hegen, denn die Donau wird von insgesamt 9 Brücken überspannt, hierunter befinden sich auch zwei Eisenbahnbrücken. Beim neuesten Brückenbau handelt es sich um die vor nicht allzu langer Zeit errichtete Lágymányosi-Brücke. 1945 haben die sich zurückziehenden deutschen Truppen alle Budapester Brücken gesprengt. Die meisten von ihnen konnte man wieder aufbauen, doch z. B. die ursprüngliche Elisabethbrücke – welche ihren Namen von der äußerst populären Königin Elisabeth (Sissi) erhalten hatte – wurde so stark beschädigt, dass man sich entschließen musste, an ihrem Standort eine völlig neue Brücke zu erbauen. Das Bauwerk konnte im Jahre 1965 dem Verkehr übergeben werden. Die nach dem Weltkrieg erneuerte Freiheitsbrücke präsentiert sich in ihrem Aussehen heute wieder genauso, wie sie 1896 – zu Ehren des Landnahme-Millenniums – erbaut wurde. Der Kaiser und König Franz-Josef hatte persönlich die letzten Verschraubungen angebracht und zwar mit sagenhafter technischer Meisterschaft. Der Herrscher hatte hierfür kein Werkzeug zur Hand nehmen müssen, sondern er konnte in einem in Pest aufgestellten Festzelt per Knopfdruck einen 45 Tonnen schweren Hammer am Budaer Brückenkopf in Bewegung setzen, wodurch auch die letzte Schraube, welche übrigens aus Silber bestand, ihren festen Sitz bekam. Später verschwand diese allerdings. Sicherlich war für deren Entfernung auch eine gewisse Meisterschaft erforderlich. Derzeit wird ein Duplikat dieser Schraube, welche jedoch nicht mehr aus Silber besteht, hinter Glas verwahrt. Der schönste Park von Budapest ist eine Insel Die auf 7 Pfeilern ruhende Margaretenbrücke ist die zweite feste Brücke Budapests. Dem Bau lagen französische Pläne zugrunde. Die Brücke wurde im Jahre 1876 fertiggestellt und besitzt am mittleren Pfeiler einen Abzweig, welcher zur Margareteninsel führt. Dort befindet sich der schönste Park der Hauptstadt. Nach dem Sturm der Tataren hatten zahlreiche Mönchsorden ihr Domizil auf die als geschützt geltende Hasen-Insel verlegt. Ihren jetzigen Namen, nämlich Margareteninsel, erhielt sie nach der Tochter von König Béla IV., welche Margarete hieß. Die ein frommes Leben führende Königstochter kam im Jahre 1252 zusammen mit Nonnen des Dominikanerordens auf die Insel und lebte bis zu ihrem Tode in dem seinerzeit dort errichteten Kloster. Die Margareteninsel war früher königliches Jagdgebiet. Später, ab dem 19. Jahrhundert wurde sie in einen 100 Hektar großen Erholungspark der Hauptstadt umgewandelt. Hinter riesigen Bäumen liegen verborgene Sportplätze, ein Schwimmbad, eine Freilichtbühne, der größte Badestrand der Hauptstadt und Kurhotels. Auf der Insel – welche auch mit kleinen Schiffen erreicht werden kann – gibt es keinen Autoverkehr. Man kann jedoch Familienfahrräder, so genannte Fahrrad-Rikschas anmieten. Die Insel ist im Norden durch die Árpádbrücke mit den Stadtteilen Pest und Óbuda verbunden. Die Stadt aus der Römerzeit Die Römer haben seinerzeit anstelle des heutigen Óbuda das Zentrum der Provinz Pannonien errichtet. Die Grenze des Reiches war mit dem Verlauf der Donau identisch. Vorgänger von Budapest war vor zweitausend Jahren Aquincum, eine römische Militärstadt, bzw. die Stadt der den Soldaten dienenden Handwerksmeister und Kaufleute. Die Ruinen des ehemaligen militärischen Amphitheaters befinden sich in Óbuda. Von hier aus, zwei Kilometer weiter, kann man die Überreste der Straßen und Häuser der Innenstadt der antiken Bürgerstadt besichtigen. Pest – auf der Route des Weltkulturerbes Die schnell geborene Metropole In der Mitte des 19. Jahrhunderts brach das “Baufieber” in Budapest aus. Anders als andere europäische Hauptstädte, welche erst über lange geschichtliche Zeitepochen zu Metropolen geformt wurden, mauserte sich Budapest innerhalb von 40-50 Jahren, also sehr “plötzlich” zu einer Weltstadt. Das auch heute noch vorherrschende Stadtbild nahm größtenteils auch in diesem Zeitraum Gestalt an. Dieser Umstand ist nicht nur der zu Beginn des Jahrhunderts aufblühenden wirtschaftlichen Entwicklung zu verdanken, sondern auch das Ergebnis trauriger Ereignisse, wie z. B. des Hochwassers von 1838, welches mehrere Tausend Gebäude in Pest völlig zerstörte. Eine neue und moderne Stadt ist an ihre Stelle getreten. Es sind Radial- und Ringstraßen entstanden und nur wenigen wagemutigen Denkern ist eingefallen, dass man den Verlauf des großen Rings und zwar dort, wo früher ein Nebenzweig der Donau Wasser führte, erneut für den Schiffsverkehr befahrbar machen könnte. Die einzigartige Klimatisierung des Parlaments
Mit der Linie 2 an den Stätten des Weltkulturerbes entlang Vor dem Parlament, genau am Kossuth-Platz kann man auch die Züge der Straßenbahnlinie Linie 2 besteigen. Die Benutzung dieses Verkehrsmittels bietet beste Voraussetzungen für eine ausführliche Stadtbesichtigung. Aus den Fenstern schauend können wir die als Weltkulturerbe geschützten Bereiche von Buda und Pest kennen lernen. Die Straßenbahn verkehrt auf der Pester Seite am Donauufer entlang. Sie fährt vorerst weiter bis zur Kettenbrücke bzw. zum Roosevelt-Platz. Hier können wir das in den 60er- Jahren des 19. Jahrhunderts erbaute, schöne Neorenaissance-Gebäude der Ungarischen Akademie der Wissenschaften entdecken. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft finden wir eines der schönsten Jugendstil-Gebäude und zwar den Gresham-Palast. Das 12.000 Quadratmeter umfassende und zugleich größte Wohnhaus der Hauptstadt hatte die englische Versicherungsgesellschaft Gresham im Jahre 1907 erbauen lassen. In dem erst vor kurzem rekonstruierten Palast befindet sich heute das eleganteste Luxushotel der Stadt. Die erste Untergrundbahn des Kontinents Als sie 1896 dem Verkehr übergeben wurde, war sie die erste Untergrundbahn des Kontinents bzw. die zweite U-Bahn nach der Londoner. Kaum zehn Minuten dauerte die Fahrt von der Innenstadt bis zum Stadtwäldchen. Der sechs Meter breite Tunnel wird von vernieteten Eisenträgern zweigeteilt. Die zeitgetreu renovierten Stationen, die hölzernen Kassennischen sowie die mit Keramikziegeln verkleideten Wände rufen heute noch die Atmosphäre der Jahrhundertwende wach. Die seit mehr als achtzig Jahren betriebenen alten Waggons sind heute jedoch nur noch im Museum zu besichtigen. Nach Fertigstellung der Budapester Metro (U-Bahn) gaben die Bewohner der Stadt der alten Untergrundbahn – welche nur einige Meter weiter unter den Straßenoberfläche verkehrt– den Kosenamen “Kleine U-Bahn”. Die schönste Schöpfung der „städtischen Ordnung“ Die Route der Untergrundbahn folgt den schönsten Radialstraßen von Budapest. Die Andrássy Allee gilt als Meisterwerk des Städtebaus des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts. Sie wird auch die ehemalige “Hauptstraße” der Pester Theaterwelt bezeichnet und dies nicht nur, weil sich dort das mit imposanten Terrassen, Säulen und Statuen verzierte Opernhaus befindet, sondern weil man auch in der nahe gelegenen Seitenstraße populäre Operetten- und zahlreiche andere Theater bzw. Sprechbühnen findet. Neben dem Oktogon-Platz liegt der Franz-Liszt-Platz, welcher in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Plätze der Unterhaltung avancierte. Hier wurde eine Reihe von Kaffeehäusern, Restaurants mit internationaler Küche, Musikkneipen und Jazzklubs eröffnet. Im Sommer werden die Tische ins Freie gestellt, dann genießen die Menschen die gebotene angenehme Unterhaltung. Der preisgekrönte Erzengel Die Andrássy Allee verläuft in gerader Richtung gegenüber der Hauptfigur, der bekanntesten ungarischen Statuengruppe direkt zum Heldenplatz. Mit dem Bau des Denkmals wurde im Jahre 1896 begonnen. Den Mittelpunkt bildet die auf einer 36 Meter hohen korinthischen Säule stehende, 5 Meter große Figur des Erzengels Gabriel, welcher in einer Hand die heilige ungarische Krone und in der anderen das apostolische Doppelkreuz hält – gerade so, wie dies der Legende nach dem ungarischen König und Staatsgründer im Traum erschienen war. Die Statue erhielt anlässlich der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 die Auszeichnung “Grand Prix“. Auf einem Sockel kann man die Stammesfürsten der sieben ungarischen landnehmenden Stämme jeweils auf einem Pferd sitzend bestaunen. Zwischen den, das Denkmal abgrenzenden halbrunden Säulenreihen stehen die Bronzestatuen der herausragenden Herrscher der ungarischen Geschichte. Die größte Sammlung der bildenden Künste
Badestadt Budapest Die an Thermalwasser reichste Hauptstadt der Erde Budapest hat im Jahre 1934 den Titel Badestadt erhalten und zwar mit folgender Begründung: von allen Hauptstädten der Welt besitzt Budapest die meisten Heil- und Thermalwasserbrunnen. Es ist weltweit einmalig, dass aus 118 natürlichen Quellen bzw. gebohrten Brunnen 21–78 °C warmes Thermalwasser sprudelt, wobei die tägliche Menge 70 Millionen Liter beträgt. Am Budaer Donauufer entlangspazierend kann man eine Reihe von Heilbädern entdecken. Jeder kann hier eine Badeanstalt finden, die seinen Bedürfnissen gerecht wird, egal ob man Sport treiben oder lieber im Dampfbad schwitzen möchte, ob man Linderung sucht oder nur im Thermalwasser eintauchen möchte. Das schönste, im Jugendstil erbaute Heilbad Budapests Im Mittelalter wurde ein Hospital, in der Türkenzeit ein Bad am Fuße des Gellértberges erbaut. Sein Heilwasser wurde durch den türkischen Weltreisenden, Evlia Cselebi, wie folgt beschrieben: “Man sollte so lange im Wasser bleiben, bis sich der Körper rötet. Anschließend sollte man es schnell verlassen und danach eine Warmhaltepause einlegen“. Das heutige Bad und Hotel Gellért wurde 1918 erbaut. Danach entstand das Wellenbad, wieder einige Jahre später das Sprudelbad. Es ist das schönste Bad in Budapest, seine originale, im Jugendstil gehaltene Einrichtung, die bunten Mosaiken, Marmorsäulen, Glasfenster und Statuen sind bis heute erhalten geblieben. Die beste Aussicht auf Buda und Pest Der Überlieferung zufolge wurde der Glaubensbekehrer, Bischof Gellért, im Jahre 1046 von der steil in die Höhe ragenden Felswand am Donauufer von heidnischen und gegen das Christentum revoltierenden Ungarn in Tiefe gestoßen ![]() Das farbenfrohe Pest Konzertsaal der Größen der Musikwelt Von der Kettenbrücke aus führt eine der schönsten Promenaden der Stadt, nämlich der Duna-Korso zum Gebäude der Redoute, einem der wundervollsten Werke der romantischen Architektur. In dem im Jahre 1865 eröffneten Gebäude wurden und werden auch heute noch Bälle sowie Konzerte veranstaltet. Hier haben auch zahlreiche Berühmtheiten aus der Welt der Musik, so z. B. Franz Liszt, Johannes Brahms, Gustav Mahler dirigiert. Dvořák, R. Strauss, Strawinsky und Ravel haben hier ihr Debüt gegeben. Der größte überdachte Markt der Hauptstadt Die beiden charakteristischen Gebäude am Pester Donauufer sind das in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts erbaute ehemalige Zollhaus, nämlich die heutige Wirtschaftswissenschaftliche Universität und dahinter der größte überdachte Markt der Hauptstadt. Letzterer wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Voll beladene Frachtkähne transportierten auf unterirdischen, direkt unter der Markthalle verlaufenden Kanälen, Waren jeder Art. Diese konnten an Ort und Stelle ausgeladen und übergeben werden. Die Großmarkthalle stand schon oftmals im Mittelpunkt weltweiter Nachrichten. Hochrangige ausländische Gäste, Politiker und Künstler haben hier ihren Bedarf an Knoblauch und Gewürzpaprika in Begleitung der Kameras diverser Nachrichtenagenturen gedeckt. Die Markthalle verfügt über das breiteste und interessanteste Warenangebot der Hauptstadt. Frisches Gemüse, Frischfleisch, Gewürze, Obst, ja fast alles ist hier erhältlich. Die längste Fußgängerzone der Stadt Von der Markthalle aus gelangen wir im Rahmen eines Spazierganges über die populärste Promenade der Innenstadt zur Váci utca. Diese ist nur den Fußgängern vorbehalten. Bereits im 18. Jahrhundert war sie die beliebte Flanierpromenade gut situierter Bürger. Aus diesem Grund haben sich hier immer wieder neue, schönere und hochwertigere Geschäfte niedergelassen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Fast alle weltberühmten Kosmetik-, Bekleidungs- und Schuhmarken sind mit schmucken Läden jeweils im Erdgeschoss der im 19-20. Jahrhundert erbauten Häuser vertreten. Die Straße mündet in den Vörösmarty- Platz, wo sich eines der ehrwürdigsten Kaffeehäuser von Pest, nämlich das Gerbeaud befindet. ![]()
Die Verwandten des Eiffel-Turmes Wie in Paris, so zählen auch in Budapest die beiden alten Bahnhöfe “Keleti” (Ostbahnhof) und der im Jahre 1877 fertiggestellte “Nyugati” (Westbahnhof) mit ihren Eisenkonstruktionen zu den Sehenswürdigkeiten. Letzterer verfügt über “verwandtschaftliche Bindungen“ zu Paris und dem dortigen Eiffel-Turm. Der Erbauung des Westbahnhofs ging seinerzeit eine Ausschreibung voraus, mit dem Ergebnis, dass das Büro von Eiffel den Auftrag erhielt. Somit wurde auch ein Großteil der Eisenkonstruktionen in Paris gegossen. Die größte Kirche und die schwerste Glocke
Europas größte Synagoge Nur wenige Schritte vom Kiskörút (dem kleinen Ring) entfernt und zwar in der Dohány utca steht Europas größte Synagoge. Die ersten jüdischen Kaufleute haben sich Mitte des 13. Jahrhunderts in Buda niedergelassen. Im 18. Jahrhundert besaß ein Teil der Juden in Óbuda Wohnhäuser, Handwerks- und Industriebetriebe. Einige Jahre später sind immer mehr von ihnen nach Pest umgesiedelt und Mitte des 19. Jahrhunderts haben sie am Rande des Pester Judenviertels die größte Synagoge der Epoche errichtet. Die große Halle kann dreitausend Menschen aufnehmen. Das im romantisch-maurischen Stil erbaute Gebäude wird von gusseisernen Säulen und Bögen getragen. Diese Bauweise war zur damaligen Zeit neu. Die erste und größte öffentliche Sammlung des Landes Eines der schönsten Gebäude des Ringes ist das in klassizistischem Stil erbaute und 1846 fertiggestellte Ungarische Nationalmuseum. Anhand des umfangreichen Ausstellungsmaterials wird die Geschichte Ungarns seit der Staatsgründung dem Besucher vor Augen geführt. Hier kann man auch ein römisches, mittelalterliches und neuzeitliches Lapidarium besichtigen. Das Gebäude ist ein Symbol der nationalen Unabhängigkeit. Es spielte während des am 15. März 1848 begonnenen ungarischen Freiheitskampfes eine wichtige Rolle. Dieser bedeutende Tag gilt heute als Nationalfeiertag. Das Museum ist Teil der Schauplätze für diese Gedenkfeierlichkeiten. Der Stadtpark der Hauptstadt Laut Chronik war das Stadtwäldchen die erste und für jedermann zugängliche, öffentliche Parkanlage der Welt. Im Jahre 1808 wurde auf kaiserliche Anordnung mit der Pflanzung von siebentausend Bäumen und der Errichtung des Ungarischen “Nationalparks” begonnen. Heute findet man im Stadtwäldchen Spielplätze, Sportanlagen und Fahrradwege. Das lebendig gewordene Modell Am Ufer des Városligeter Sees steht die Burg von Vajdahunyad. Diese wurde ursprünglich aus Holz errichtet und zwar anlässlich des Millenniums. Ziel hierbei war, einige Elemente der charakteristischen und historischen Gebäude des Landes vorzustellen. Das “Riesenmodell” hat einen derartig großen Anklang gefunden, dass man es später auch in Stein nachbaute. Hier befindet sich das Ungarische Landwirtschaftliche Museum. Zudem wurde eine der reichsten Trophäensammlungen der Welt untergebracht. Einer der ältesten Tiergärten Europas
Das ausgezeichnete Karussell Schausteller haben bereits im 19. Jahrhundert hier im Stadtwäldchen ihre Zelte aufgeschlagen. Auch aus dem Ausland angereiste Zirkusunternehmen gaben sich hier ein Stelldichein. Die traditionellen Gebäude des Hauptstädtischen Großzirkus wurden im Jahre 1891 erbaut. Nebenan befindet sich der Vergnügungspark, in welchem sich die Techniken von heute und die von gestern begegnen. Hier kann man etliche, Mut erfordernde, schnelle, sich drehende und rasende Fahrzeug-Attraktionen ausprobieren. Das 100 Jahre alte, mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnete Karussell und die im Jahre 1922 errichtete, aus einem Holzgerüst bestehende und 1 km lange Denkmal-Achterbahn mit 9 Höhenbereichen sollen die Vergangenheit wieder aufleben lassen. In den königlichen Landschaften des Donauknies
![]() Das würdevoll erstrahlende Innere der Kirche kann man als die einzig und allein erhalten gebliebene Erinnerung an die ungarische Renaissance in Form der zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus rotem Marmor errichteten Bakócz-Kapelle betrachten. Die Schatzkammer des Domes verwahrt die umfangreichste Sammlung ungarischer Kirchenschätze. Esztergom gilt als Haupt der katholischen Kirche Ungarns und ist gleichzeitig Sitz des Erzbischofs. Im Primaspalast des katholischen Oberhauptes können wertvolle Stücke der bildenden Künste im Christlichen Museum besichtigt werden. Auf dem Burgberg wurde im Jahre 972 die erste Festung erbaut. Dort erblickte auch der Staats- und Kirchengründer Ungarns, König Stephan der Heilige das Licht der Welt. Dies war Grund genug, um Esztergom als Wiege der Nation zu bezeichnen. An das ehemalige Palastgebäude erinnern heute nur noch die aus dem 12 Jahrhundert stammende Burgkapelle und die Rosenfenster, beide sind Symbole von Esztergom.
Mitteleuropas größter, mittelalterlicher Wohnturm Die zweifache S-Kurve des zu den schönsten Landschaften Ungarns zählenden Donauknies entstand nach der Eiszeit und zwar dergestalt, dass das von Bergen umrahmte Tal und das Bett des Flusses immer weiter absanken. Im malerischsten Teil dieser Landschaft wurde Visegrád (B4) erbaut. Als Sehenswürdigkeiten der Siedlung gelten die aus dem 13. Jahrhundert stammende Obere Burg und der im 14. Jahrhundert am Fuße des Berges errichtete königliche Palast. Die meistbesuchte Kleinstadt Die Menschen, die schon einmal hier waren, werden die schönste ungarische Kleinstadt an der Donau, den Wohnort zahlreicher Maler und Bildhauer, nämlich Szentendre (C5), nicht vergessen. Enge Gassen, schmale, auf den Hügel führende, mit Kopfstein gepflasterte Wege und ein das 18. Jahrhundert widerspiegelnde Stadtbild lassen den Ort zu einem einmaligen Komplex an Denkmälern werden. Die mediterrane Atmosphäre ist größtenteils den im 14. Jahrhundert hier angesiedelten Südslawen wie Serben und Griechen sowie den Siedlern aus Dalmatien zu verdanken. Sieben Kirchen – davon eine griechisch-katholische Bischofskirche – zahlreiche Museen, Kunstausstellungen der zeitgenössischen bildenden Künste sowie ausgezeichnete, kleine Restaurants haben entscheidenden Anteil am Ruhm der Stadt, in deren Außenbezirk sich das größte ethnographische Freilichtmuseum Ungarns befindet: die “Skanzen“ mit alten Bauernhäusern, Handwerksbetrieben und Kirche. Besonderheiten in der Umgebung der Hauptstadt Das Lieblingsschloss von Königin Elisabeth Mehr als dreihunderttausend Menschen besuchen jährlich eines der schönsten ungarischen Schlösser. Die ehemalige Die größte Pflanzensammlung des Landes Vácrátót (C5) ist eines der populärsten Ausflugsziele für die Besucher, die sich für die Natur und die Pflanzenwelt interessieren. Hier hat man die Möglichkeit, in einem 29 Hektar großen botanischen Garten – in entsprechend geschützter Umgebung mit Mikroklima – zahlreiche Vertreter der Pflanzenwelt der Erde, nämlich insgesamt 13.000 verschiedene Pflanzenarten zu besichtigen. Eine der schönsten Bauten der Romantik Die aus dem 19. Jahrhundert stammende katholische Kirche mit ihren beiden Türmen signalisiert schon von weiten, dass der Besucher in Richtung Fót (C5) fährt. Sie gilt als eines der schönsten Werke ungarischer Architektur der Romantik. Die bemalte Kassettendecke und die Statuen aus Carrara-Marmor der Krypta-Kapelle sind bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten. Die zweite Sehenswürdigkeit der Siedlung ist das Schloss Károlyi, in dessen Park und Prunksaal kulturelle Programme veranstaltet werden. In der Kirche finden auch Konzerte statt. Das Dorf mit dem Europa-Nostra-Preis
Der einzige Triumphbogen des Landes Die Stadt Vác (C4) am linken Ufer der Donau kann auf ihre tausendjährige Geschichte stolz sein. Als ein von König Stephan gegründeter Bischofssitz verfügt der Ort über eine klassizistische Kathedrale und einen Bischofspalast. Hier findet man auch einen der schönsten barocken Plätze Ungarns, nämlich den Március 15. tér (Platz des 15. März), dessen Gebäude ausnahmslos unter Denkmalschutz stehen. Einmalig in Europa ist die maurische Memento-Ausstellung in der Krypta der Dominikanerkirche. Aufgrund besonderer klimatischer Verhältnisse sind hier die Särge der auf natürlichem Wege mumifizierten Leichname erstaunlicherweise erhalten geblieben. Ebenso blieben die Särge, Kleidung und Beerdigungsrelikte aus dem 18. Jahrhundert fast vollständig erhalten. Nur in Vác besteht die Möglichkeit, über eine mit Statuen geschmückte, barocke Brücke zu spazieren. Hier findet man auch den einzigen Triumphbogen Ungarns, welcher anlässlich des Besuchs der österreichischen Kaiserin Maria-Theresia erbaut wurde. Das einzige Lampenmuseum des Landes Von der Hauptstadt aus in Richtung Westen fahrend gelangen wir zu der im 13. Jahrhundert erbauten Ruinenkirche von Zsámbék (A6). Das Bauwerk wurde im 18. Jahrhundert durch ein Erdbeben zerstört. Die noch erhalten gebliebenen Türme und Mauerreste gelten als besondere Sehenswürdigkeiten und bilden gleichzeitig die Originalkulisse für die alljährlich im Sommer stattfindenden Konzerte und Theatervorstellungen. Eine andere Sehenswürdigkeit des Dorfes ist das Lampenmuseum, das über eine einmalige Sammlung verfügt. Reise in die Urzeit Am rechten Ufer der Donau liegt die Siedlung Százhalombatta (B7). Ihre als einmalig geltende Attraktion besteht in Form der urzeitlichen Skanzen (Freilichtausstellung). Anhand der Vorstellung eines einzigen der einhundert Grabhügel – welchen die Siedlung auch ihren Namen verdankt – können die Besucher eine Zeitreise durch die Originalsiedlungen der Bronze- und Eisenzeit unternehmen und an der Anfertigung von Geschirr sowie Schmuck nach Methoden der Urzeit teilnehmen. Angel- und Wassersportparadies Es war einmal das beliebte Jagdgebiet der Könige! Heute zählt es zu einem der populärsten Angelplätze am südlich der Hauptstadt gelegenen, über zahlreiche Fische, seltene Vogelarten und großen Pflanzenreichtum verfügenden Nebenarm der Donau von Ráckeve. Im Dorf Ráckeve (B8) befindet sich das erste, im Barockstil erbaute Schloss, sowie die einzige, aus dem 15. Jahrhundert stammende, gotische serbisch-orthodoxe Kirche des Landes. Werbung mit dem Klang der Trommeln Es ist schon ein besonderer Zufall, dass sich in der gleichen Stadt, nämlich in Cegléd (E8), das einzige Trommelmuseum des Landes befindet und dort der weltbekannte Staatsmann und Politiker Lajos Kossuth, Führer des ungarischen Freiheitskampfes, im Rahmen seiner Rundreise mit der Werbung für das Heer begonnen hatte. Die Stadt setzte Kossuth ein Denkmal in Form einer Statue und seine Leistungen werden auch im Museum in Erinnerung gehalten.
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